
Im "richtigen Leben" – also wenn ich nicht gerade vor Menschen stehe und rede – bin ich seit vielen Jahren mit Herz und Seele Sozialarbeiterin. Davor war ich auch mal Bankangestellte, aber das nur am Rande.
Schon immer hatte ich eine Vorliebe dafür, mich vorne hinzustellen – sei es zum Reden, Erklären oder Wissen weitergeben. Aber mindestens genauso gerne höre ich zu. Und frage nach. Denn oft verstecken sich die wichtigsten Geschichten zwischen den Zeilen.
Manche Dinge plant man nicht. Manche Dinge passieren einfach. Und manche Dinge drängen sich einem förmlich auf – so war es bei mir mit der freien Rednerei.
Als ich für meinen Vater eine würdevolle Verabschiedung suchte, empfahl uns der Bestatter eine freie Rednerin. Was dann geschah, hat mich völlig unvorbereitet getroffen: Die Art, wie sie uns einband, wie sie Worte fand, die genau passten, wie sie eine Zeremonie gestaltete, die zutiefst persönlich war – das alles traf mich mitten ins Herz. Es war eine Feier voller Wärme und Würde, die getröstet hat und mich in manchen Momenten – trotz Tränen in den Augen – sogar hat schmunzeln lassen.
In diesem Augenblick wusste ich: Das will ich auch können. Das will ich auch geben.
Ich möchte Zeremonien gestalten, die berühren. Ich möchte Erinnerungen schaffen, die bleiben – an Schwellen im Leben, an Übergängen, an besonderen Momenten. Ob Hochzeit, Taufe, Trauerfeier oder ein ganz anderer Anlass: Es geht immer um die Menschen, um ihre Geschichte, um das, was sie bewegt.
Und genau diese Individualität – diese Einzigartigkeit jeder einzelnen Feier – möchte ich Ihnen in meinen freien Reden schenken.